DUNKELEI

So geht der Tag über zur Nacht
Seide auf ihr
die Zwischenwelt mächtig erwacht
bis sanfte Laute gleiten
leise werden
sich ausbreiten
wie Gänsehaut über ihrem Antlitz
perlen sie
rollen sie
sie wollen sich durch ihr Innen graben
wachsen in sie
mühelos
durch ihre polarweiße Zartheit
die Flammen fängt
wie das unsichtbare Seil
das sie längst hält
auf dem sie balanciert
schwankend
vom Winde gestreift
der mit seinen Fängen sie umschließt
geisterhaft tanzt das Leben
segelt über den See der Seelen
ein Gleitflug ihrer Transparenz
für die, die es verstehen
die sehen und spüren können
die gefühlig sich öffnen
sich dem Sog hingeben
ihr Schweben im Regen
der aus dem Himmel fällt
der sich auftat über ihr
pulsierend
in der Dunkelei

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SILBER

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DAS KRATZEN DER NACHT