DAS KRATZEN DER NACHT

es krallt sich in das Glas
in dessen kaltes Schwarz
bleib wach
heute
morgen
und immer
geöffnete Fenster schlafen nicht
sie scheinen schwach
doch sind es ihre Schwingen
die der Vögel ohne Namen
die ihr einst einen Flügel gaben
geteerte Worte aus Federn
sie kleben an den Rahmen fest
Wo sind die warmen Stimmen hin?
sie singen in dumpfen Klingen
wenn du sie atmen lässt
möcht schwimmen im Meer
wo aus Worten Wellen werden
niemals mehr gewesen sein

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DUNKELEI