DER SILBERSTREIF
darf ich mich in deine Worte legen
tief hinein in sie
und mich in ihre Schwingen betten
möcht lauschen
ihrem zarten Klingen
bis meine Hände sich in dir vergraben
denn nach Versinken ist es mir
in deine, noch nie gedachten
in deine, noch nie geschriebenen Worte
in deine Unberührtheit will ich tauchen
wie ein Tropfen Regen eine Rose nährt
komm, lass mich atmen deinen Duft
ehe der Himmel sich färbt
in Dunkelei
gehüllt in nächtliches Schweigen
ich bitte dich
bedecke mich mit deinen Träumen
und lehre mich den Schlaf
aber ich schließe meine Augen nicht
denn das leere Blatt Papier
es wartet auf dich
weit hinter dem Horizont
befüllt möchte es werden
zum Leben erblühen