SAATGUT
Eines Tages, am Ende der Welt
lösen sich alle Fragen
lassen sich leicht wie Watte tragen
davon schweben sie, als Schirmflieger über ein Feld
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Verbrauchte Luft verfängt sich in deren Haar
und der Wind spielt einen Gärtner
launenhaft versprüht er Samen, er ist es, der Wärter,
der in leichtem Gewande erschaffet Reinheit gar
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Welche Saat würdest du streuen,
kennest du den Boden auf den sie der Luftzug bläst?
hungrig nach Kleinoden sich in deine Seele fräst
nährend Wasser wird dem, was sein will nicht scheuen
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Eines Tages, am Ende der Welt
erblüht dort ein neues Leben
aus Gaben, die Windflieger dir geben,
gesät aus deiner liebend Hand, Sturm und Flut entgegen hält